Aus einer großen Wohnung zwei kleine machen - Ratschläge ges

Wie sollte eine Ferienwohnung bzw. ein Ferienhaus ausgestattet sein?

Beitragvon ulliver » 17. Jan 2018, 13:53

Ein "hallo" ans Forum! :)

Ich hab zu euch gefunden mit ein paar Fragen in der Tasche, die mir hoffentlich von erfahreneren FeWo-Besitzern (als ich es bin ;) ) beantwortet werden können.
Seit Frühling letzten Jahres bin ich Besitzer einer FeWo Nähe Timmendorfer Strand, die Lage ist recht gut und in der Vergangenheit war jene wohl immer ordentlich ausgebucht, habe ich mir sagen lassen.
Aufgrund von hohem Alters wurde sie nun an mich übertragen (innerhalb der Familie), nun muss ich zugeben dass sie ein bisschen, naja, altbackne wirkt, wie damals zu DDr-Zeiten noch, fast unberührt.
Ich bin der Ansicht dass man noch mehr rausholen könnte allein was die Optik betrifft, das ist aber nochmal ne andere Sache, da kümmert sich meine Frau eher drum, die hat ein Händchen für Deko ;) ;)

Um konkret zu werden: ich würde die große Wohnung gern in zwei kleine Wohnungen teilen, die Größe von fast 90qm erlaubt dies auch.
Bedeuten würde das dann dass ich ein zweites Bad in eine der beiden bauen müsste, die Gegebenheiten würden das ohne größere bauliche Maßnahmen zulassen.
Was mir ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet ist die Teilung der Wohnung, ich hätte jetzt an einfache Rigipswände gedacht die man einzieht, jedoch wäre der Schallschutz leider bei Weitem nicht so hoch wie bei einer Mauerwand.
Was meint ihr, ist das Bauvorhaben zu gewagt im Aufwand?
Sind kleinere FeWos tendenziell schneller und einfacher zu vermieten als eine große?


Thorsten
„Ziel des Lebens ist es, nicht ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern ein wertvoller.“

– Albert Einstein
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Beitragvon ulliver » 17. Jan 2018, 13:56

Sorry, die Überschrift sollte natürlich "Aus einer großen Wohnung zwei kleine machen - Ratschläge gesucht" heißen.
Da hab ich wohl zu viel Information in die Headline packen wollen :D
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Beitragvon SchmidtAnne_01 » 23. Jan 2018, 15:17

Herzlich willkommen in unserem kleinen Forum, ulliver! ;)
Wir hoffen natürlich deine Fragen immer gut beantworten zu können, ich würde mich freuen wenn du vllt auch selbst ein bisschen was von deinem Erfahrungsschatz mit einbringst, auch wenn es dir so vorkommt als wärst du absoluter Laie der nichts beizutragen hat - das stimmt nicht, jeder kann was beisteuern, nur Mut!
Wenn Fragenaufkommen wende dich an die Admins, die helfen immer gern weiter.


Wir haben zwar nicht unsere FeWo, jedoch einen Raum in unserer privaten Wohnung geteilt, kann dir daher erklären wie wir genau vorgegangen sind, als eine art Anleitung.
mehr dazu weiter unten.
Jedoch muss ich hinzufügen dass ich deiner Idee von der Teilung kritisch gegenüber stehe - es bedeutet einen immenser baulicher Aufwand, denn beim teilen des Raumes bleibt es ja nicht, du musst ein komplett neues bad einbauen, Küche etc - lohnt sich das wirklich ist meine Frage?
Du müsstest beide ja letztendlich erst einmal zu einen höheren Preis vermieten, um die Kosten wieder reinzukriegen.
Und eine kleine Wohnung mit vergleichsweise hohem Preis ist natürlich weniger attraktiv.
Meiner Erfahrung nach fühlen sich Menschen auch eher in etwas größer geschnittenen Wohnungen wohl, sie sind ja nicht wie bei einem Städtetrip nur zum Übernachten da, sondern verbringen bestenfalls einen ganzen Urlaub darin, da brauch man auch schon etwas Bewegungsfreiheit.
Zumal ein Standort wie deiner, der Timmendorfer Strand, immer gut besucht sein wird - weshalb also im schlimmsten Falle Einbußen riskieren?
Ich rate dir dazu die Wohnung einfach nur etwas auf den neuesten Stand zu bringen, auch peppige Deko ist nie verkehrt, jedoch lohnt sich bei nur 90qm eine Teilung in meinen Augen nicht.

Wie versprochen trotz allem noch die Erläuterung wie wir damals unseren Raum geteilt haben:

1.
Wir haben unseren Raum (Teil vom Schlafzimmer für zukünftiges Arbeitszimmer) mit sog. "Trockenbauwänden" abgeteilt.
Dazu entschieden haben wir uns aus zweierlei Gründen:
- es ist kostengünstiger und
- im Notfall einfacher wieder rückzubauen ohne dass groß bleibende Schäden an der Wohnung zurückbleiben.

2.
Es wurde eine Unterkonstruktion aus Metall angebracht und darauf Gipsplatten angebracht, es gibt allerdings auch Systeme bei denen die Errichtung der nicht tragenden Innenwände ohne Unterkonstruktion möglich ist.
Bei Zweiterem werden Multigipsplatten in der entsprechenden Stärke gestellt, zwischen den Platten wird die Dämmung eingebaut, die die Raumtemperatur und den Schall reguliert.
Uns war der Schallschutz nicht so wichtig, da es sich nur um Arbeits- und Schlafzimmer handelt.
Dir würde ich allerdings empfehlen möglichst auf Schalldichte zu achten, damit der eine Bewohner nichts vom anderen mitbekommt - trägt nicht gerade zur Erholung bei ;)

3.
Schau auch dass du die passende Plattenstärke auswählst, sodass später Möbel an die Wand angelegt werden können sowie der ein oder andere nagel reingeht, für Bilder etc.

4.

Alles in allem hat es nur einen Tag gedauert bis die Wand stand, es kam nur noch die Zeit fürs Tapezieren und Malern dazu.
An folgender Anleitung aus dem Baumarkt haben wir uns damals orientiert:
--> https://www.bauhaus.info/ratgeber/bauen-sanieren/trockenbauwaende-stellen

5.
Worauf du bei Innenwänden achten solltest


"Grundsätzlich sollten verschiedene Baumaterialien so wenig wie möglich vermischt werden, um Risse zu vermeiden.
Dennoch ist auch der Anschluss von Trockenbau- an Massivbauwände möglich.
Dabei muss auf eine entsprechende Fuge mit Ausgleichsmaterialien zwischen den Bauteilen geachtet werden, um den Materialien genügend Spielraum zum Arbeiten zu lassen.
Auch sollten Sie in allen Stockwerken bei einer Innenwandvariante bleiben."

(Quelle: https://www.zbo.de/eigenleistungen/trennwand-mauern-trockenbau-stellen.html)

Und so sieht das Ganze aus (Beispielbild, kein Privatfoto):

Bild
(Quelle: https://www.kretschmann-trockenbau.de/projekte/)



Lieber Gruß,
Anne
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